Bin ich eine Helikoptermama? Zwischen Liebe, Kontrolle und Loslassen

Bin ich eine Helikoptermama? Zwischen Liebe, Kontrolle und Loslassen

Manchmal sind es nur kleine Momente. Ein flüchtiger Gedanke, der sich plötzlich festsetzt.

„Bin ich eigentlich eine Helikoptermama?“


Vielleicht kennst Du das ja auch. Du erinnerst dein Kind zum dritten Mal an die Hausaufgaben. Du fragst nochmal nach, ob die Jacke warm genug ist. Du greifst ein, bevor ein Streit eskaliert. 
 
Und irgendwo im Hinterkopf meldet sich diese leise Stimme:
Ist das noch Fürsorge oder doch schon zu viel?

Was bedeutet „Helikoptermama“ eigentlich?


Der Begriff fällt mittlerweile ja schnell. Oft beiläufig, manchmal auch kritisch gemeint. Gemeint sind Eltern, die ständig über ihren Kindern „kreisen“, alles im Blick behalten und versuchen, Probleme frühzeitig zu verhindern.

Doch wenn man ehrlich ist:


Dahinter steckt {zuminest bei mir} selten Kontrolle, um der Kontrolle willen.

Für mich ist es ein Teil von Liebe.

Es ist Verantwortung.

Und manchmal auch Angst.

Die Angst, dass unseren Kindern etwas passiert.
 
Oder, das sie scheitern.

Unser Alltag als Mütter ist heute oft geprägt von einem ständigen Spagat.


Wir möchten:

•    unsere Kinder stärken 

•    ihnen Sicherheit geben 

•    sie selbstständig erziehen 

•    und gleichzeitig für sie da sein 

Und genau darin liegt die Herausforderung.


Denn wo hört Unterstützung auf und wo beginnt Überfürsorge?

Ich ertappe mich selbst immer wieder. Es gibt diese Situationen, in denen ich merke: Ich bin schon wieder einen Schritt voraus. Ich erinnere sie. Ich organisiere viel. Manchmal greife ich auch ein.

Nicht, weil ich meinen Kindern nichts zutraue.


Sondern, weil ich sie liebe! 

Weil ich möchte, dass es ihnen gut geht.

Weil ich ihnen vieles leichter machen will.

Und genau da wird es manchmal schwierig.



Loslassen ist oft schwerer als Festhalten


Wir sprechen so oft davon, dass Kinder stark und selbstständig werden sollen.

Aber das bedeutet auch: 

Den Kindern und Jugendlichen Raum zu geben. Ihnen Fehler zu erlauben und Ihnen zu vertrauen.

Und ehrlich gesagt:

Das fällt mir nicht immer leicht. Denn Loslassen fühlt sich manchmal an wie ein kleines Stück Kontrollverlust. Aber, ich reflektiere es immer wieder, mache es mir bewusst. 

Warum wir alle ein bisschen Helikopter sind!


Ich glaube nicht, dass es die perfekte Balance gibt.

Denn wir leben in einer Zeit, in der wir durch Social Media und einen umfangreichen Journalismus unglaublich viele Informationen haben. Und viel zu oft sind dabei auch schlechte Inhalte. Gefühlt viel mehr, als noch vor 35 Jahren, als ich Kind und Jugendliche war. Und auch, weil wir alles richtig machen wollen. Und genau das macht es machmal so schwer.

Vielleicht sind wir deshalb alle ein kleines bisschen „Helikopter“? 


Weil wir so sehr lieben.

Was mir hilft, einen Schritt zurückzugehen! 


Ich versuche mir immer wieder bewusst zu machen:
 
Meine Kinder dürfen ihre eigenen Erfahrungen machen
Sie dürfen Fehler machen und daran wachsen
Ich muss nicht alles für sie lösen.
 
Und manchmal stelle ich mir ganz ehrlich die Frage:
Helfe ich gerade meinem Kind oder beruhige ich mich selbst?

Denn, diese Frage verändert viel.

Vielleicht geht es gar nicht darum, keine Helikoptermama zu sein. Vielleicht geht es vielmehr darum, bewusst zu spüren: Wann braucht mein Kind mich wirklich? Wann ist Fürsorge wichtig. Und wann darf ich meinem Kind zutrauen, seinen oder ihren eigenen Weg zu gehen?
 
Zwischen Festhalten und Loslassen liegt kein perfekter Punkt. Aber genau dort entsteht Entwicklung. Für unsere Kinder. Und auch für uns.

Und du?

Fühlst du dich manchmal auch wie eine Helikoptermama?
Oder bist du eher jemand, der schnell loslassen kann?

Ich freue mich sehr, wenn du deine Gedanken dazu in den Kommentaren teilst 💛. 

 

 
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